Der Interessenverband, in dem Unternehmen, Personen und Institutionen zusammengeschlossen sind,

die Dienstleistungen aller Art an Flughäfen entweder unmittelbar erbringen oder die mit Ihrer Tätigkeit

dazu beitragen, damit Dienstleistungen an Flughäfen erbracht werden können.

Der Themenschwerpunkt: die Infrastruktureinrichtung Flughafen als solche sowie die deren Betrieb

bestimmenden internationalen und nationalen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sowie die lokalen

Vorschriften.

 

 

Für die Medien war und ist es ein hochinteressantes Thema: die Personalengpässe in den Bodenabfertigungsdiensten sollen durch Arbeitnehmer aus der Türkei gedeckt werden. Teilweise wurde dabei der Phantasie auch freien Lauf gelassen, jeder wusste etwas zu berichten.

Was war geschehen? Bereits vor Ostern hatte das Bundesverkehrsministerium die Verbände zu einer Videokonferenz geladen, um sich ein Bild zu machen, wie der Ferienverkehr in diesem Jahr zu bewältigen ist. In einer Folgeveranstaltung mit Verkehrsminister Wissing wurde die Situation vor den Sommerferien beleuchtet. Zu diesem Zeitpunkt ergab sich das Angebot eines türkischen Unternehmens, Arbeitnehmer nach Deutschland zu senden, um die vorhandenen Personallücken zu mildern. Dieses Angebot wurde aufgenommen und dessen Realisierungsmöglichkeiten geprüft. Dabei ergaben sich aber zum Teil erhebliche rechtliche Schwierigkeiten, die nur durch ministerielle Aktivitäten einer Lösung zugeführt werden konnten. Dies wurde auf Staatsministerebene, beteiligt waren das BMAS, das BMI und das BMDV, gemeinsam mit den Verbänden, bestehend aus ABL, BDL, ADV, BDF und VDF, diskutiert. Im Endergebnis kam es zu einer sehr schnellen Entscheidung in Berlin, den Einsatz der türkischen Arbeitnehmer zu ermöglichen.

Die Umsetzung läuft, nur darf nicht vergessen werden, dass dies eine Sonderaktion war, deren einzelne Bestandteile nicht verallgemeinert werden dürfen. Ein besonderes Thema dabei: der Ablauf von Zuverlässigkeitsüberprüfungen. Die Gespräche mit dem BMI, wie Zuverlässigkeitsüberprüfungen im Hinblick auf die erforderlichen Dokumente und Bearbeitungszeiten in der Zukunft gestaltet werden können, werden fortgesetzt. Hier müssen dauerhafte Lösungen geschaffen werden, die nicht nur bei Sondersituationen Bestand haben.

Zweifellos wurde in der Umsetzung sehr viel Aktivität an den Tag gelegt, den Beteiligten gebührt Dank dafür. Interessant aber auch, von welchen Äußerungen dies begleitet wurde. Vielleicht ein Highlight: die grüne Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Claudia Müller hat den bzw. die Schuldigen an der Problematik sofort identifiziert – die Luftverkehrsbranche war es natürlich selbst, aufgrund ihrer Fehlplanungen. Der Boom sei ja vorhersehbar gewesen. Stimmt, Frau Müller, das hat die Geschäftsführung der VDF den Herrn Bundesverkehrsminister bereits im März 2020 wissen lassen. Was dieser unternommen hat ist hinreichend bekannt – nichts. Vielleicht sollte Frau Müller einmal in den eigenen Gefilden jagen gehen. Aber immerhin doch tröstlich – eine grüne Politikerin bedauert die Engpässe in der Luftfahrt…. Und sich einmal genauer informieren: die angesagten ausländischen Arbeitskräfte werden eines nicht tun – die Sicherheitskontrollen verstärken.

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