Geliebter Luftverkehr...

Schön ruhig ist es jetzt, keine Beschwerden mehr über Fluglärm und Emissionen, nein, all die Aktivitäten sind zum Stillstand gekommen – eben aus diesem Grund. Dass jetzt die Diesel-Brummis die Helden sind – ok, hat ja auch nichts mit Lärm und Emissionen zu tun. Der Luftverkehr liegt weltweit brach und mit ihm die Wirtschaft, denn ohne Luftverkehr geht es nicht…

Den Luftverkehrsgesellschaften geht die Luft aus, die Flughäfen leiden – und mit ihnen zusammen die Dienstleister, die mit ihren vielfältigen Aktivitäten das System Luftverkehr sehr vehement mitgestalten und zu seinem Gelingen beitragen. Nie war es so wichtig wie heute, dieses System in den Vordergrund zu stellen, denn sollte die dritte Dimension wieder aktiv sein wollen gelingt ihr das nur mit der vollen Funktionsfähigkeit am Boden.

„Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten mehr zusammengerückt. Grenzüberschreitender Austausch und internationale Vernetzung sind gelebter Alltag. Und dabei spielt das Fliegen eine entscheidende Rolle. Fliegen verbindet Länder, Menschen und Märkte. Weltweite Kooperation ist für die Luftfahrtbranche tägliches Selbstverständnis. Und diese Branche ist von erheblicher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung – erst recht für eine Exportnation wie Deutschland, die nicht nur auf global vernetzte Transportmöglichkeiten angewiesen ist, sondern anderen Ländern auch durch ihre Produkte zu Transportmöglichkeiten verhilft.“ So Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Nationalen Konferenz "Luftfahrtstandort Deutschland" am 21. August 2019 am Flughafen Leipzig/Halle.

Damit ist alles gesagt, und es ist die Unterstützung der Bundesregierung gefragt, dies auch künftig zu gewährleisten. Die einzelnen Komponenten – Luftverkehrsgesellschaften, Flughäfen, Bodenabfertigungsdienstleister – sind alleine zu schwach dazu. Wir stehen vor zwei Problemkreisen: dem Überleben und der künftigen Gewährleistung der Funktionalität des unverzichtbaren Verkehrsträgers Luftverkehr.

Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull im März 2010, der den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas zum Erliegen brachte, stellte eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Europa dar – und brachte den Verkehr am Boden zum Erliegen, weil kein anderer Verkehrsträger sich als Alternative anbot. Die Konnektivität, die der Luftverkehr bietet, ist einzigartig und dringend geboten. Wir hoffen, dass die Bundesregierung das auch so sieht.

 


 

 

 

 

 

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