Bodenabfertigungsdienste im Fokus der EASA

Mit Inkrafttreten der neuen Grundverordnung (EU) 2018/1139 wurde der Geltungsbereich der EASA auf das Gebiet der Bodenabfertigung ausgeweitet. Demzufolge sind in Anhang VII der neuen Grundverordnung die grundlegenden Anforderungen für Bodenabfertigungsdienstleister festgeschrieben.

Um herauszufinden, wie die neuen Zuständigkeiten im Bereich der Bodenabfertigungsdienste optimal erfüllt werden können, hat die EASA mit Unterstützung der Mitgliedstaaten und der betroffenen Interessengruppen einen Plan zur Festlegung eines europäischen Bodenabfertigungs-„Fahrplans“ ausgearbeitet. Diese „roadmap“ besteht aus drei Phasen: Ermittlung der Fakten, Festlegung des Umfangs der Roadmap und Umsetzung der Roadmap-Maßnahmen.

Die Ermittlung der Fakten umfasste die Analyse von Unfällen und Schäden in Zusammenhang mit Bodenabfertigungsdienstleistungen und Gespräche mit Beteiligten über die Funktionstüchtigkeit der Bodenabfertigungsdienste sowie deren Mängel. Aus der Analyse ergaben sich sechs Bereiche, die näher betrachtet werden: Management-System, operationelle Standards, Bodenabfertigungsgerät, Schulung, behördliche Aufsicht und Personal.

Die eingesetzten Expertengruppen befassen sich nunmehr mit der Ausgestaltung der Themen. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2020 zur Diskussion stehen.

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